Teilen auf Google+   Als Favorit hinzufügen
 

Ärztehaus Braunichswalde nun mit Aufzug erschlossen

Braunichswalde, den 12.10.2018

 

 

 

385.000 Euro einschließlich Fördermitteln investiert die Gemeinde in die barrierefreie Erreichbarkeit der drei Praxen und des Sportraums

10. Oktober 2018 /

 

 

 

 

Braunichswalde.

Von einem „unheimlichen Mehrwert“, der mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung kaum abschätzbar sei, sprach Sheila Sachse gestern voller Begeisterung. „Ein Tischler hat mich während der Bauarbeiten erstaunt darauf angesprochen, wie viele Menschen mit Schwierigkeiten beim Gehen sich tatsächlich die Stufen hinauf in die Praxis kämpfen“, sagt die Inhaberin der Physiotherapie im zweiten Stock des Ärztehauses Braunichswalde.

Seit August gehört das der Vergangenheit an. Seitdem ist der neue Fahrstuhl in Betrieb, den Sheila Sachse hier in höchsten Tönen lobt. „Nun können diese Patienten, aber auch solche mit Rollstuhl oder Rollator direkt zu uns in die Praxis kommen“, sagt sie.

Für Braunichswalde war das eine gewaltige Investition, die wir uns schon lange gewünscht haben“, sagte gestern zur feierlichen Freigabe des Aufzugs Bürgermeister Heinz Klügel (CDU). Ohne die durch das Geraer Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (Alf) in Aussicht gestellten Fördermittel wäre es wohl bei einem Traum geblieben. Doch mit der 65-prozentigen Förderquote und dem Verkauf von Energie-Aktien der Gemeinde für den erforderlichen Eigenanteil konnte das Projekt an der Gemeindeimmobilie realisiert werden.

Schon die erste vorsichtige Kostenschätzung von 260.000 Euro habe Klügel den Schweiß auf die Stirn getrieben. Im Haushalt stand die Maßnahme einschließlich aller Planungs- und Bauleistungen – immerhin zehn Gewerke – dann sogar mit 430.000 Euro. Am Ende steht zwar immer noch die stattliche Summe von 385.000 Euro, dennoch sei es bei den aktuellen Baupreisentwicklungen nicht selbstverständlich, dass eine Maßnahme preiswerter wird als geplant.

Im Oktober 2017 begann zunächst mit vorbereitenden Arbeiten der Anbau des Fahrstuhls an die ehemalige Schule, in der neben Physiotherapie auch Zahnarzt und Hausarzt ihre Praxen haben. Außerdem gibt es einen großen Sportraum im ersten Geschoss, der vom benachbarten Kindergarten, der Physiotherapie und der Frauensportgruppe genutzt wird. Der Fahrstuhl, der

an der Rückseite des Ärztehauses zu finden ist, wo auch die Parkplätze sind, erschließt im Ärztehaus aber nicht nur die beiden genutzten Etagen sondern auch das Dachgeschoss. „Hier ist noch Platz und wir träumen ja immer noch so ein bisschen von einer weiteren Praxisansiedlung“, sagt Klügel.

Er bedankte sich bei den heimischen und auswärtigen Bau- und Planungsfirmen, die das aufwändige Bauvorhaben realisierten, was unter anderem auch den Anbau einer provisorischen Außentreppe umfasste. Der Witterung war es zu verdanken, dass die Winterbaustelle nur einen Monat pausieren musste.

Marcel Hilbert / 10.10.18

Z0R0158086102

 

 

Foto: Viola Reisiger vom Baumamt, Gerd Mansel vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung und Heinz Klügel von links) am Aufzug. Foto: Marcel Hilbert